Die Dorfschule von Heidi und Peter
Heidi und Peter gehen hier in die Schule. In dieser Schulstube unterrichtet der Lehrer alle acht Jahrgänge gleichzeitig. Bis zu 60 Schüler in einer Klasse sind keine Seltenheit. Pflichtfächer sind Religionslehre, Lesen, Rechnen, Singen sowie Schönschreiben. Geschrieben wird in der Kurrentschrift. Weil Papier teuer ist, schreiben die Kinder mit dem Griffel auf Schiefertafeln.
Im Jahr 1880 besuchten die Kinder In der Regel zwischen dem 7. und 14. Altersjahr die Schule. Ein Schuljahr dauerte vom Herbst bis zum Frühling, denn im Frühling und Sommer unterstützten die Kinder ihre Eltern bei den Arbeiten auf dem Feld, Hof oder im Haus. Heidi geht im Sommer mit dem Alpöhi auf die Alp und begleitet tagsüber Peter, der als Ziegenhirt sein Brot verdient.
Der Schulunterricht war zwar unentgeltlich, doch zum Einfeuern des Schulofens war jede Familie verpflichtet, «Schulholz» zu liefern. Da die Anstellung für die Lehrperson nur für das Winterhalbjahr galt, arbeiteten zahlreiche Lehrer im unterrichtsfreien Sommer bei Bauern oder waren auf eine andere Nebenbeschäftigung angewiesen.